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Fachtag 2011

Tagungsdokumentation zur Fachtagung der Friedrich-Ebert-Stiftung Leipzig in Zusammenarbeit mit Verein Frauen für Frauen e.V. am 23.03.2011


„Genug ist Genug!“ - Häusliche Gewalt und Stalking – Erkennen, Handeln, Vorbeugen

Seit 2004 arbeiten verschiedene Professionen im Leipziger Netzwerk gegen häusliche
Gewalt und Stalking zusammen. In mehreren Facharbeitsgruppen wurden und werden
Strategien und Konzepte zum aktiven Opferschutz und zur Gewaltprävention erarbeitet
und umgesetzt.

Im folgenden finden Sie die die Fachvorträge und Workshopdokumentationen als Download. Die Dateien liegen im PDF-Format vor.

Fachvortrag:   „Gewalt gegen Frauen – kein Randgruppenproblem“
Dr. Monika Schröttle, Universität Bielefeld

Workshop 1 und 6 : Ene mene Muh... Kinder als Mitbetroffene häuslicher Gewalt
Im Workshop wurden anhand eines Fallbeispieles Perspektiven, Rollen und Erwartungen
des Helfersystems für Kinder beleuchtet, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, sowie
Strategien für eine gelingende Zusammenarbeit der beteiligten Institutionen erarbeitet.

Workshop 2: Spielend präventiv in Schule und Ausbildung

Im Workshop wurde eine präventive Gruppenarbeit für Kinder und Jugendliche
vorgestellt und gemeinsam weiterentwickelt.

Workshop 3: Möglichkeiten und Grenzen der rechtsmedizinischen Befunderhebung bei häuslicher Gewalt gegen Frauen und Kinder
Der Workshop soll die Handlungssicherheit in der Betreuung und Unterstützung von
durch häusliche Gewalt verletzten Frauen und Kindern stärken. Dazu wurden die
Grundlagen der Befunderhebung von der Rechtsmedizinerin Frau Dr. Böhm dargestellt.
Eine Traumafachberaterin zeigte die Folgen erlittener Traumata auf und vermittelte, wie
Betroffene am besten unterstützt werden können.

Workshop 4: Die Erreichbarkeit der Unerreichbaren?! - Soziale Arbeit und ihr schwieriger Zugang zu Migrantinnen
Im Rahmen dieses Workshops wurden vor allem zwei Aspekte aus der Arbeit mit
MigrantInnen thematisiert und diskutiert: Zum Ersten die, im Vergleich zu
herkömmlichen Zielgruppen, wesentlich komplexeren und schwierigeren Zugänge zu
MigrantInnen und die damit verbundenen Schwierigkeiten, belastbare Arbeitsbündnisse
herzustellen. Zum Zweiten wurden auch die organisatorischen und inhaltlichen
Besonderheiten und Anforderungen, die sich mit dieser Arbeit verbinden, aufgezeigt.

Workshop 5: Ist das ein Hochrisikofall? - Anzeichen Fallkonferenz, Maßnahmen
Anhand von Beispielen aus verschiedenen Professionen wurden Fälle vorgestellt, anhand
deren analysiert werden sollte, ob und warum ein Hochrisikofall vorliegt. Im Anschluss
daran wurden die sich daraus ergebenden Handlungsansätze und Maßnahmen diskutiert.

Workshop 7: Vergessene alte Menschen
Im Workshop zeigte Frau Dr. Böhm anhand von Fallbeispielen Anzeichen für Gewalt und
Vernachlässigung alter Menschen in der häuslichen Pflege auf. In der
darauffolgenden Diskussion wurden Strategien zur Unterstützung der Betroffenen
erarbeitet.

Workshop 8: Gewalt und Interkulturalität – Intention, Institution, Intervention
Im Workshop wurden Möglichkeiten des Zugangs für Familien mit Migrationshintergrund
im Rahmen der Familienhilfe diskutiert und gemeinsam Ideen für Handlungsansätze und
deren Umsetzung entwickelt.

Workshop 9: Ich werde gestalkt, Du/Sie auch? Wenn Helfer zu Opfern werden...
Es passiert nicht selten, dass Personen, die sich im beruflichen Kontext mit Stalking
beschäftigen, selbst vom Opfer oder vom Täter gestalkt werden. Im Workshop wurde
aufgezeigt, wie man Anzeichen des Stalkings erkennen und sich wirksam davor
schützen kann.


 

 
 

 

Netzwerk Gegen Gewalt Leipzig
 

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